Bewegungsunschärfe erklärt
June 19, 2024

Die Standardeinstellung für Bewegungsunschärfe in Nuke ist auf … gesetzt.0,5In 99 % der Fälle sollte dies der Fall sein.nichtsich ändern. Dies stellt eine180-Grad-VerschlussDiese Konvention bezieht sich auf Filmkameras, die einen physikalischen, kreisförmigen Verschluss verwenden, der von der Kamera selbst angetrieben wird.
24 FPS / 0,5 = (1/48 Verschlusszeit)

Der Grund für diese 180-Grad-Verschlussregel ist einfach, dass sie der Bewegungsunschärfe des menschlichen Sehens am ehesten entspricht.
Kameraleute verändern die Belichtung ihrer Aufnahme auf andere Weise, etwa durch Neutraldichtefilter, Beleuchtung, ISO-Wert und Blende.
Ausnahmen von der 180-Grad-Verschlussregel:
Bewegungsunschärfe für Film-VFX sollte fast ausnahmslos in 3D und nicht per Compositing erstellt werden. Moderne Raytracer wie RenderMan, Arnold, Clarisse und Hydra können dies problemlos leisten.
Profi-Tipp
Beim Erstellen von Keyframes für Animationen ist darauf zu achten, dass die Bewegung über das erste und letzte Frame hinausgeht, damit das erste und letzte Frame eine kontinuierliche Bewegungsunschärfe aufweisen.
Bei Budgetproduktionen lässt sich Bewegungsunschärfe mithilfe von Bewegungsvektoren erzielen. Der Nachteil dieses Ansatzes liegt darin, dass er ein rein zweidimensionales Ergebnis liefert und eine lineare Unschärfe entsprechend der Bewegung der Geometrie im Bildschirmraum darstellt. Bewegt sich ein Objekt beispielsweise auf die Kamera zu oder von ihr weg, wird dies nicht präzise berücksichtigt. Moderne Rendering-Engines können jedoch dreidimensionale Bewegungsunschärfe ohne großen Aufwand erzeugen.
